Ich habe in Hamburg spontan eine analoge Kamera gekauft und hier ist das Ergebnis

Aufenthalt vom 26.-30. Dezember. Direkt nachdem wir in Hamburg Dammtor aus dem Nachtzug gestiegen sind, haben wir 2 Eichhörnchen gesehen (Eichhörnchen waren sehr lange meine Lieblingstiere, jetzt sind es meine Zweitlieblings, die Lieblingstiere sind aktuell Enten). Ich habe sie mit meinem Natel fotografieren wollen - das hat eben superschlecht geklappt:
In dem Moment habe ich es bereut, nicht das Angebot wahrgenommen zu haben, eine ordentliche Spiegelreflexkamera auszuleihen. Danach habe ich sofort im Internet nach Fotogeschäften gesucht. Im am Tag darauf aufgesuchten Fotogeschäft fiel mir dann auf, dass ich vielleicht jetzt doch nicht spontan mehrere hudert Franken für eine Kamera ausgeben sollte oder möchte. Bei der Kasse vorne, bei dem Mann, der gefragt hat, ob er mir helfen könne, stand ein Stapel mit Wegwerf-Analogkameras. Ich kannte die, hatte aber noch nie selbst eine ausprobiert. Das war die billigste Möglichkeit, Fotos zu machen, die in diesem Geschäft angeboten wurde (vergessen wir nicht die Tatsache, dass an meinem Smartphone ja eine Kamera dran ist und ich ursprünglich etwas kaufen wollte, um Eichhörnchen besser fotografieren zu können, was mit der schlussendlich gewählten Kamera absolut nicht erreicht werden kann), daher habe ich diese sofort gekauft:
Ich las die Anleitung auf der Kamera und habe mir dann gedacht, dass es lustig wäre, fremde Menschen zu fragen, damit von mir ein Foto zu machen, und zwar an ganz vielen unterschiedlichen Orten in Hamburg. Ich glaube, dass Menschen gerne anderen Menschen helfen oder einen Gefallen tun (jedenfalls sofern dies sehr schnell erledigt werden kann) und auch gerne kurz in Kontakt treten mit anderen Menschen. Manchmal sind da viele Menschen, aber total isoliert voneinander. Diese kurze und klar definierte Interaktion, die höchstens (für beide Seiten) etwas Mut fordert, hinterlässt für alle Beteiligten meist ein gutes und schönes Gefühl und eine kurze Verbundenheit, ein kurzes Durchbrechen der Sterilität und Mauer der gesellschaftlichen Norm.
Einen Tag vor Abreise ging ich zum Fotogeschäft zurück und liess die Fotos entwickeln. Vor der Abreise ging ich die entwickelten Fotos abholen. Von 39 Fotos konnten 29 entwickelt werden, auf den restlichen Fotos war nichts sichtbar (mir ist noch nicht klar, was ich da gemacht habe). Hier sind die Fotos, die ich von mir machen liess:
Für mich sind diese Fotos als Erinnerungen dadurch nicht nur an Hamburg und die für mich noch nicht vertraute Technik der Analogfotografie geknüpft, sondern auch an die Menschen, die für mich diese Fotos gemacht haben und mit denen ich einen kurzen Moment im Leben geteilt habe. Unsere Wege haben sich kurz geschnitten, wir haben zusammen kurz gesprochen und gelacht, und werden uns nie mehr wieder sehen. Ich kann mich an alle Menschen erinnern, die diese Fotos gemacht haben. Für mich ist das bedeutungsvoll.














